Amy Grant, die Königin des christlichen Pops

Gepostet von Andreas Räber am Donnerstag, September 15, 2011 Unter: CCM Christliche Musik
Sie wird die «Königin des christlichen Pops» genannt. Mit «Baby Baby» gelang der amerikanischen Sängerin 1991 einen internationaler top Hit. Ihr Einstieg in die christliche Musikszene ist einzigartig. Sie ist als die jüngste von vier Töchtern eines Arztes geboren. Die Familie ging in die «Church of God», die aufgrund calvinistischer Prägung keine Musikinstrumente im Gottesdienst duldete.

Am Anfang war die Normalität
Der Anfang war rückblickend gesehen, ganz «normal». Eine kirchliche Jugendgruppe mit einem 17-jährigen Mädchen, das eine überdurchschnittliche Stimme hatte. Die junge Sängerin schrieb eigene Lieder und spielte sie ihrem Jugendleiter Brown Bannister vor, der später auch ihr Produzent wurde. Eines Tages arbeitete sie als Putzfrau in einem Studio in Nashville. Brown Bannister war ebenfalls im Studio, weil er Kopien von einer Kassette machen wollte. Darauf war die singende Amy Grant, die gerade eine Auftritt in der Schule und in der Kirche hatte. Die Kopien waren dafür gedacht, das Amy sie ihrer Familie vorspielen konnte. Der Zufall wollte es, dass zur gleichen Zeit der Produzent Chris Christian vom Label Word Records im Studio anwesend war und Amy auf der Kassette hörte. Er spielte das Band via Telefon einem Verantwortlichen von Word am Telefon vor. Sechs Wochen später hatte die erst 15-jährige Amy Grant ihren ersten Plattenvertrag unterschrieben.

Zielgruppe nicht «kirchlich vorsozialisiert»
Ihre Debut-LP «Amy Grant» erschien 1979. Das Besondere: Amy nahm die LP im Dunkeln auf, weil sie eine eigenartige Scheu vor ihrer eigenen Stimme empfand. Die Verkaufszahlen gaben dem Talent recht. Doch Erfolg zählte in den fundamentalistischen Kirchen nicht. Amy entschied sich zunächst in Kirchen mit dieser Prägung nicht mehr aufzutreten. Insbesondere darum, weil diese Kirchen es fertig brachten darüber zu diskutieren, ob der Schlagzeuger nun vor oder hinter einem Vorhang spielen darf... Grund genug für den erfolgreichen Star, ein Publikum vorzuziehen, das nicht «kirchlich vorsozialisiert» war.

Die Karriere von Amy Grant ist beeindruckend. Sie ist eine der ersten Künstlerinnen, die über christliche Werte singt und auch den Schritt in die normale Popszene geschafft hat. Über 30 Millionen verkaufte Schallplatten, vier Platin Album und sechs Goldene Album, sind Auszeichnungen, die mehr als aufhorchen lassen. Mit ihrem neuestem Album «Somewhere Down The Road» meldet sich Amy Grant auch in der Schweiz zurück und beweist, dass mit ihr auch nach 30 Jahren Musikgeschäft nach wie vor voll gerechnet werden kann. (Quelle: Magazin PACK'S)

In: CCM Christliche Musik 


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