Bee Gees – Massachusetts

Gepostet von Andreas Räber am Samstag, April 21, 2012 Unter: 1970er Jahre
Barry, Maurice und Robin Gibb, bestens bekannt als Bee Gees wurden in Douglas auf der Insel Man in der irischen See geboren. Barry am 1. September 1946 und die Zwillinge Maurice und Robin am 22. Dezember 1949. Es war das Jahr 1955, als die ganze Familie nach Manchester zog. Dort traten sie in jungen Jahren als «Blue Cats» im Kino auf. Drei Jahre später wanderten sie nach Australien aus. Dort erregten die stimmbegabten Gibbs 1959 in einer Radioshow grösseres Aufsehen. Ihre erste Single «Three Kisses Of Love» erschien 1962. Dank dem Song «I Was A Lover, A Leader Of Men» wurde Barry Gibb 1965 als Komponist des Jahres ausgezeichnet. Nur ein Jahr später gelang ihnen mit «Spicks And Specks» ein Hit, der ihnen den Ruf als beste Gruppe des 5. Kontinents bestätigte.

Zurück in England

Kaum war der Song auf Platz eins, zog es die drei hochbegabten Sänger wieder nach England. Der australische Popproduzent Ossi Byrn, zusammen mit dem britischen Manager Robert Stigwood, sorgten für die ersten grösseren Erfolge der Brothers Gibb. «1st» hiess das erste Album und umfasste 14 romantische Pop Balladen. Auffallend der erstklassige intonierte Harmoniegesang. Später gelang ihnen unvergessliche Evergreens wie «Massachusetts», «World», «Words» und «First of May». Obwohl die recht einfachen Songs von Kritikern immer wieder zerrissen wurden, sahen es die Fans anders. Ab dem Song «Massachusetts» ging es Schlag auf Schlag.

Solokarrieren

Doch der Erfolg hinterliess negative Spuren. Robin zerstritt sich mit seinen Brüdern und machte Solo weiter. Auch Maurice und Barry wagten den (allerdings erfolglosen) Solotripp. 1970 kamen sie wieder zusammen. 1975 gelang ihnen mit «Jive Talkin» in den USA ein top Hit. Die Bee Gees klangen nicht mehr wie früher und hatten eine starke musikalische Wandlung durchgemacht. Denn jetzt ging es los in Richtung Disco Music: «Saturday Night Fever», «Stayin‘ Alive» oder «Night Fever» brachten sie auf den Weg des Erfolgs zurück. Der dauerte bis 1981. Dann wurde es wieder still – bis sie wieder «gewannen»: Mit «You win again» tauchten sie 1987 erneut und wiederum mit leicht verändertem Sound, in den internationalen Charts auf.

Das Ende der Bee Gees

Es war der 12. Januar 2003 als Maurice Gibb während einer Darmoperation überraschend starb. Barry und Robin blieben zwar weiterhin aktiv, doch das Ende der Bee Gees wurde im September 2006 bekannt gegeben. Bei Robin Gibb wurde im 2011 Rückenmark- und Leberkrebs diagnostiziert. Im Februar 2012 erklärte er noch, er erhole sich gut von der Krankheit. Im April ist er mit einer Lungenentzündung ins Spital eingeliefert worden, wo er im Koma gewesen ist. Laut ersten Medienberichten vom 21. April ist er aus dem Komma aufgewacht.

Nachtrag: Am 20. Mai 2012 erlag Robin Gibb leider seinem Krebsleiden. Die Musikwelt verliert mit Robin Gibb einen genialen Sänger (Quelle: NZZ.ch)

Einige Hits im Überblick:

  • massachusetts
  • world
  • words
  • first of may
  • lonely days
  • how can you mend a broken heart
  • my world
  • nights on broadway
  • fanny (be tender with my love)
  • stayin' alive
  • how deep is your love
  • night fever
  • tragedy
  • heartbreaker
  • islands in the stream
  • you win again
  • one
  • secret love
  • for whom the bell tolls
  • alone
  • immortality
  • this is where i came in
  • spicks & specks

In: 1970er Jahre 


Tags: disco