Johnny Cash - Walk The Line

Gepostet von Andreas Räber am Samstag, März 31, 2012 Unter: 1960er Jahre
Es gibt Persönlichkeiten, bei denen ist es schwierig, einen Teil des sehr abwechslungsreichen Lebens zu erfassen und inhaltlich gerecht zu werden. Eine dieser Persönlichkeiten ist Johnny Cash. Über den King of Country Music gibt es viel zu erzählen:

Die New York Times nannte ihn den ersten «zornigen Poet unter den Country Sängern». Er selbst nannte sich oft «Man in Black». «Cashs Zuversicht wächst über das erlebte Leid hinaus, seine Stimme ist von brüchiger Inbrunst.» schreibt Oliver Ding auf Plattentests.de zur Produktion «Johnny Cash - American VI: Ain't no grave». Der deutsche Country Sänger Gunter Gabriel sagte in einem Interview mit Shz.de: «Interessant fand ich auch, dass in seinem Studio immer eine Bibel lag, von ihm und seiner Frau June von vorn bis hinten durchgearbeitet, viele Textzeilen mit Kugelschreiber unterstrichen.» Cash war sein christlicher Glaube wichtig, auch wenn er immer wieder Probleme mit Drogen und Alkohol hatte. Lieder, die diesem Glauben widersprachen, sang er nicht. Zum Beispiel John Lennons «Imagine». Obwohl es ein wunderschönes Lied sei, erzählte sein Sohn John Carter Cash, wollte sein Vater es nicht singen, weil ihm die Textzeile «Imagine there's no heaven» nicht zusagte. (Quelle: Laut.de).

Johnny Cash wurde am 26.02.1932 in Kingsland, Arkansas geboren († 12. September 2003 in Nashville, Tennessee, USA). Er war für viele Amerikaner der Junge, der sich aus eigener Kraft von der Armut zum Reichtum hochgearbeitet hatte. Cash war eines von sieben Kindern von Ray und Carrie Cash, die ihren Lebensunterhalt mit Baumwolle pflücken verdienten - eine harte Zeit, die er nie vergass. Im Song «Feet High And Rising» besingt er die Geschichte von der eigenen kleinen Farm, die 1937 durch ein Hochwasser des Mississippi überflutet wurde.

Johnny Cash und seine deutschen Songs

Eine weitere wichtige Station im Leben von Johnny Cash war 1950, als er zur Air Force kam und in der Bundesrepublik Deutschland in Landsberg stationiert war. Dort lernte er die deutsche Sprache, die er ein paar Jahre später nutzte, um Songs in Deutsch aufzunehmen. Auslöser dieser deutschen Songs war eine Anfrage vom damals noch unbekannten Sänger Udo Jürgens. Er wollte den Hit «Don't Take Your Guns To Town» von Johnny Cash in Deutsch («Leg die Knarre weg») aufnehmen. Die Verantwortlichen in Amerika wurden hellhörig, als es darum ging, die Rechte für die deutsche Coverversion zu erteilen. Darum musste Johnny Cash ebenfalls deutsche Songs aufnehmen. (Quelle: «1000 Nadelstiche» Baer-Family-Buch)

Sun Records: Die Anfänge seiner Karriere

Zwei Jahre später gelang Johnny Cash mit «I Walk The Line» der erste Hit. Die erfolgreichste LP gelang ihm 1969 mit «Johnny Cash At San Quentin» (San Quentin ist eines der berüchtigtsten Gefängnisse in Kalifornien). Sein grösster Single Erfolg war der einzigartige Song «A Boy Named Sue», die Geschichte eines Jungen, der von seinem Vater den Vornahmen Susanne erhielt ... Eine packende Geschichte und mit viel Tiefgang.

Comeback dank Rick Rubin

Im Jahr 1994 gelang ihm ein Comeback der besonderen Art. Nachdem ihm die Plattenfirma keinen Vertrag mehr geben wollte, weil Country out war, stand er ohne Vertrag da. Schliesslich gab ihm der Produzent Rick Rubin eine Chance, stellte ihn mit der Gitarre ins Studio und liess ihn seine Lieder vortragen. Cash hatte viel zu erzählen, beziehungsweise eben zu singen. Aus den Aufnahmen entstand das Album «American Recordings». Rubin traf damit den Lebensnerv all jener Amerikaner, die traditionell ausgerichtet waren und Johnny Cash und seine Geschichten vom Leben liebten. Mit «American Recordings» begann sein erfolgreiches letztens Jahrzehnt.

June Carter Cash

Johnny Cash war in erster Ehe mit Vivian Liberto verheiratet. Durch Elvis Presley lernte er June Carter kennen (Laut.de). In einem Interview mit hossli.com (26. Januar 2006) erzählt Rosanna Cash, die Tochter von Johnny Cash aus erster Ehe: «Ganz ehrlich – die beiden waren seelenverwandt, wenn es so etwas überhaupt gibt. June und mein Vater sind vornehmlich auf die Welt gekommen, um zusammen zu sein.»

Johnny Cash - offizielle Webseite
Johnnycash.com: Offizielle Webseite

Einige Hits im Überblick:
  • walk the line
  • folsom prison blues
  • ballad of a teenage queen
  • get rhythm
  • cry cry cry
  • hey porter
  • give my love to rose
  • don't take your guns to town
  • luther played the boogie
  • got stripes
  • all over again
  • what do i care
  • five feet high and rising
  • you dreamer you
  • katy too
  • rock island line
  • goodbye little darlin'
  • wreck of the old '97
  • bonanza
  • one

In: 1960er Jahre 


Tags: country