Kenny Rogers - Coward Of The County

Gepostet von Andreas Räber am Samstag, April 14, 2012 Unter: country
Er ist so etwas wie ein «König der Crossover Hits». Aber der Reihe nach. Kenny Rogers ist am 21. August 1938 in Houston Texas als eines von acht Kindern geboren. Ähnlich wie die Rock'n Roll Grösse Buddy Holly, besuchte auch Kenny Rogers während seiner Kindheit die Kirche. Im zarten Alter von 19 Jahren hatte er mit der Highschool Band «The Scholars» mit dem Song «Crazy Feeling» einen überregionalen Hit. Nachdem er sein Diplom in Musik und Kunst abgeschlossen hatte, spielte er als Pianist beim Bobby Dolye Trio. 1966 schloss er sich der Folk-Gruppe New Christy Minstrels an. Bei dieser Gruppe sang auch Kim Carnes mit, mit der er später mit «What About Me» einen Millionenseller landete. Kenny Rogers ersetzte bei den New Christy Minstrels Barry Mc Guire («Eve Of Destrution»). Mit drei Mitgliedern gründete Rogers schliesslich The First Edition.

The First Edition

Innerhalb kurzer Zeit eroberte dieses Quartett mit frischen Folk-Rock-Songs die amerikanischen Charts. Mit ein Grund für diesen Erfolg war Kenny Rogers unverwechselbare Stimme. Aus The First Edition wurde Kenny Rogers & The Frist Edition. Die Folge «Ruby, Don’t Take Your Love To Town», «Reuben James» und «Something’s Burning» wurden auch ausserhalb der USA Hits. Das ging bis Mitte der 1960er Jahre gut, danach löste sich die Gruppe auf.

Soloerfolg

1977 tauchte Kenny Rogers mit seinem zweiten Solo-Album aus der Versenkung auf. Mit «Lucille» gelang ihm einen ersten Superhit. Gold und die Auszeichnung mit dem Grammy als «Bester Country-Sänger des Jahres» waren der Beweis, Rogers war wieder voll dabei. Mit «Lucille», «Coward Of The County» und «Island In The Stream» (geschrieben von den Bee Gees) tauchte er in der Schweizer Hitparade auf. Seinen ersten Nummer-Eins-Hit in den USA hatte er mit dem von Lionel Richie geschriebenen Song «Lady». Mit weiteren Hits konnte er auch in den internationalen Popcharts Platzierungen verbuchen und gehört darum zu den Countrysängern, die zahlreiche «Crossover Hits» hatte. Ein Crossover Hit ist ein Song der sich in zwei verschiedenen Charts, wie im Fall von Kenny Rogers in den Country- und Pop-Charts platzieren konnte.

Kenny Rogers über sich

«Ich habe mich nie für einen besonders guten Sänger gehalten» wird Rogers in «das neue rock lexikon» (Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH) zitiert. Aber er habe gewusst, dass er eine gute Stimme habe. Als er 1982 einen Plattenvertrag bei RCA Records mit einer Garantiesumme von 20 Millionen Dollar unterschrieb, stiftete er gleich eine davon der Welthungerhilfe. Anstatt Blumen an die Konzerte mitzubringen, motivierte er die Konzertbesucher doch lieber Konserven für die Armen der Welt mitzunehmen. Ab 1985 lies der Erfolg nach. In der Zeit danach züchtete er in Georgie Araber, hatte Aufnahmestudios und Spielhallen und beschäftigte über 200 Angestellte.

Gospelsongs

Sein neuestes Projekt ist eine Gospel CD mit komplett neuen Aufnahmen von klassischen Hymnen und Gospel. Moderne Lieder, die ihn berührt haben. Darunter sind Komponisten wie Michael W. Smith, Michael Mc Donald & Beth Niels Chapman, Vince Gill,  Al Anderson und Lesli Satcher. Laut der offiziellen Webseite kennyrogers.musiccitynetworks.com ist seine Popularität auch heute noch enorm gross.

Einige Hits im Überblick:

  • islands in the stream
  • daytime friends
  • she believes me
  • ruby don't take your love to town
  • through the years
  • lucille
  • coward of the county
  • lady
  • gambler
  • we've got tonight feat. linda davis

In: country