Spenden, um Not einzugrenzen

Sie liegt wieder vor uns, die grosse Spendenzeit. Damit ist Jahresendspurt angesagt. Das Wetter kündigt schon mal den Winter an: Schnee auf unter 1000 m. Das am 22. Oktober 2014. Während wir in Europa einfach die Heizung anstellen, können viele armen Familien oder alte Menschen dies im Osten nicht. Während wir einfach so den Wasserhahn aufdrehen können, sieht das in Afrika ganz anders aus. Ruhig schlafen, sich sicher fühlen, das ist in Krisengebieten wie dem Südsudan kein Thema. Dauernd angespannt sein. Menschen aus allen sozialen Schichten leben in Angst und Not.

Wohlstand erarbeitet

Wir haben uns unseren Wohlstand erarbeitet, leider auch auf Kosten von Drittweltländern. Das eine tun und das andere nicht lassen. Ich nehme wieder das Beispiel Südsudan. Krisengebiete sind in der Regel wirtschaftlich nicht interessant. Die wenigsten Unternehmen investieren dort, weil die Risiken zu hoch sind. Korruption, Arbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit breiten sich aus. Doch die Menschen dort brauchen nun mal etwas zu Essen und zu Trinken. Sie brauchen konkrete Hilfe, ohne Ansehen des wirtschaftlichen Status, sondern aus Nächstenliebe. Essen und Lebensqualität in bestmöglichem Masse. Dazu gibt es Hilfswerke, die man vom wohlhabenden Europa aus unterstützen kann, damit diese in Afrika oder anderen Ländern Soforthilfe leisten können.

Schon Kleinbeträge helfen

Laut dem christlichen Hilfswerk TearFund Schweiz kann mit nur Fr. 30.- einer Familie im Südsudan Zugang zu medizinischer Versorgung ermöglicht werden. Für Fr. 65.- erhält eine Familie in Zentralafrika eine Monatsration Lebensmittel (Reis, Speiseöl, Trockenfisch, Bohnen, Zucker). Der Vergleich dazu: In der Schweiz bezahlen wir schnell mal Fr. 65.- für ein einmaliges Essen für zwei Personen in einem Restaurant. Für Fr. 30.- reicht es für ein einmaliges Essen an einem Kebab Stand oder in einem Fast Food Restaurant, ebenfalls für zwei Personen.

Die Welt ist längstens kleiner geworden. Wir können nicht einfach nur denken, die Not sei weit weg und gehe uns nichts an. Solidarität ist eine grundlegende Aufgabe von uns allen. Hilfe darf sein.

Es geht nicht darum, alle Hilfswerke zu unterstützen. Besser sind wenige, dafür langfristig. So können diese auch besser planen.

Webtipp zum Thema: TearFund Schweiz, Hilfe für Südsudan